Termin bei Ansschober LEIDER OHNE Franz Krennbauer

Sehr geehrter Herr Landesrat!

Sie können der weitergeleiteten eMail von Ing. Franz Krennbauer entnehmen, wieviel verbrannte Erde Sie und Ihre Kollegen bereits hinterlassen haben! Stirnrunzelnd

 

Selbstverständlich werde ich persönlich den Termin wahrnehmen, obwohl mir mit Ing. Franz Krennbauer die technische Expertise abhanden gekommen ist. Aber alle, die sich seit dem Vorjahr mit dem Thema beschäftigt haben, können die wichtigen Fragen, die es Ihnen zu stellen gilt, ebenfalls stellen. Und außerdem werde ich mir andere Mitstreiter mitnehmen, die technische Details im Kopf haben!

U.a.:

•    Wenn Ihr hochgepriesenes Simulations-Modell „bewiesen“ haben soll, dass die Erhöhung des Aufstaus in Asten keine Auswirkung auf Ottensheim hatte, wie erklären Sie sich dann, dass der Pesenbach und die Rodl in ihrem Mündungsgebiet Ottensheim rückwärts geflossen sind?
In unserer Logik kann ein Zubringer der Donau nur dann zurückfließen, wenn die Donau höher ist, als der Zubringer! Warum war die Donau dort so hoch, wenn nicht als Ergebnis des Asten-Staus?
Unsere These unterstützt auch der Schweizer Experte in dem kürzlich ausgesendeten ORF-Beitrag (den ich vorsichtshalber heruntergeladen, und archiviert habe!!!)

•    Warum hat es das Eferdinger Becken einem geistesgegenwärtigen Mitarbeiter des Kraftwerkes Aschach zu verdanken, nicht völlig untergegangen zu sein, weil dieser Mitarbeiter die lt. WBO vorgesehene Flutung zwar eingeleitet hatte, aber dann plötzlich erkannte, was er damit anstellte, und die Flutung – gegen die Bestimmungen der WBO - beendete? Warum hat der „Krisenstab“ dieses Desaster in Aschach nicht verhindert?

•    Wie kann es sein, dass die DOKW den Bewohnern des EBs den seinerzeitigen Bau des KW Ottensheim schmackhaft machen konnte, indem sie versprach, das Ende der Ära Hochwasser sei eingeläutet? Bzw., wie kann es sein, dass diese äußerst plausible Erklärung heute nicht mehr gelten soll, sondern „urplötzlich“ die Katastrophe über das EB hereingebrochen sein soll?

•    Wieso arbeiten Sie, als der sich selbst in Szene setzende Hochwasser-Manager, nicht an (internationalen) Hochwasser-verhindernden Maßnahmen (Vorflutung, etc.), sondern haben nur eine Antwort auf dieses Dilemma: Enteignung?

•    Wenn Absiedelung wirklich die Ultima Ratio ist, warum ist dann die Absiedelung nicht für ALLE bindend?
Wird dem, der da bleibt, bei einem Hochwasser zynisch erklärt: „Wär’st halt weggezogen?“

•    Warum verstecken Sie sich hinter Unzuständigkeits-Ausreden, wenn damit mein Artikel „In der Existenz-Falle des Föderalismus“ bittere, aber VERMEIDBARE, Realität wird?

Mir würden noch viele andere Fragen einfallen. Aber ich nehme an, dass diese paar Fragen Ihr Zeitbudget schon arg strapazieren werden. Außerdem leben wir (wir, die nicht in der LAREG sitzen) nach dem Motto: auch spontane Fragen müssen erlaubt, und auch beantwortbar sein! Sonst müsste man sich als Betroffener um Ihre Kompetenz ziemliche Sorgen machen!

Liebe Grüße Herbert Weissengruber